Wer Starkstrom‑ oder Schwachstromanlagen erstellt oder ändert, benötigt gemäss Art. 16 EleG eine Plangenehmigung. Das Verfahren wird durch das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) geführt und unterscheidet zwischen einem ordentlichen und einem vereinfachten Ablauf.
Unter die Plangenehmigungspflicht fallen gemäss VPeA unter anderem:
- Hochspannungsanlagen
- Energieerzeugungsanlagen über 30 kVA, sofern sie mit einem Verteilnetz verbunden sind
- Schwachstromanlagen, soweit sie nach Schwachstromverordnung genehmigungspflichtig sind
Seit der Einführung des digitalen Netzbetreiberportals hat die EVU‑Beratung AG bereits 783 Plangenehmigungsgesuche eingereicht:
- 341 Gesuche für Übertragungsleitungen
- 452 Gesuche für Trafostationen
Die digitale Abwicklung zeigt rückblickend, dass die Verfahren und Abläufe zwischen Netzbetreibern, Behörden und ESTI heute deutlich effizienter, transparenter und schneller funktionieren. Ein wichtiger Schritt für ein effizienter Netzausbau, sichere und Energieversorgung.
Der Batteriespeicher in Urnäsch ging im Sommer 2026 in Betrieb, verfügt über eine Leistung von 8 Megawatt und eine Kapazität von 25 Megawattstunden, damit ist er aktuell die stärkste Batterie im Appenzellerland.
Ein Speicher dieser Grössenordnung benötigt einen leistungsfähigen Netzanschluss, um hohe Leistungen sicher aufnehmen und abgeben zu können. Der Speicher wird künftig dazu beitragen, das Stromnetz zu stabilisieren und erneuerbare Energien effizient zu nutzen. Durch seine mehrdimensionalen Anwendungen, Speicherung überschüssiger PV‑Energie, Spitzenkappung, Bereitstellung von Systemdienstleistungen, leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Energiesicherheit und zur Integration erneuerbarer Energien in die regionale Versorgung.
Für uns als Fachplaner Netzanschluss ist dieses Projekt besonders spannend. Es zeigt, wie schnell und effizient solche Anlagen realisiert werden können, wenn Behörden, Planer und Betriebsinhaber eng zusammenarbeiten. Im Rahmen des Projekts durften wir zudem verschiedene ESTI‑Gesuche mit den erforderlichen Plandaten erstellen. Wir bedanken uns für die sehr gute Zusammenarbeit.

Auf einer grossflächigen Freifläche wurde eine Photovoltaikanlage (PVA) mit einer maximalen Netzeinspeiseleistung von 2'897 kWp und einer Gesamtfläche von rund 12'134 m² realisiert. Die Anlage leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgung mit erneuerbarer Energie in der Region und produziert jährlich rund 3'192'700 kWh.Für die Abnahme dieser elektrischen Energie ist ein leistungsfähiges und sicheres Versorgungsnetz erforderlich. Im Rahmen dieses Projekts durften wir im Auftrag des Swiss Solar City die notwendige Trafostation, die elektrischen Verteilanlagen sowie die zugehörige Netzanschlussleitung planen, realisieren und fristgerecht in Betrieb nehmen.
Die Anlage zeigt eindrücklich, wie moderne Freiflächen Photovoltaik mit einem professionell ausgelegten Netzanschluss kombiniert werden kann, um eine hohe Einspeiseleistung sicher und stabil in das Verteilnetz zu integrieren.
Wir bedanken uns für das sehr interessante Projekt und freuen uns, Sie auch künftig im Bereich Netzdienstleistungen, Netzanschlussplanung und Integration erneuerbarer Energien unterstützen zu dürfen.
Wir freuen uns, mit Frau Angela Küng eine neue Mitarbeiterin bei der EVU-Beratung AG begrüssen zu dürfen. Angela Küng unterstützt die EVU-Beratung AG in den Bereichen Personalwesen, Rechnungswesen sowie allgemeine Administration. Angela Küng bringt mit ihrer Erfahrung in allen Bereichen optimales Fachwissen mit.
Nadine Fäh verlässt unsere Unternehmung per 31. Juli 2026 und beginnt eine neue Herausforderung. Wir wünschen ihr für die Zukunft alles Gute und bedanken uns für die sehr gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren.
Am 19. Juni 2026 fand erstmals eine EVU-Exkursion statt. Ziel war die exklusive Besichtigung der im Bau befindlichen alpinen Solaranlage Madrisa Solar oberhalb von Klosters – einem wegweisenden Projekt zur Stärkung der Schweizer Winterstromversorgung.
Unter fachkundiger Begleitung von EKZ erhielten die rund 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertiefte Einblicke in die technischen, betrieblichen und wirtschaftlichen Aspekte der Anlage. Im Fokus standen insbesondere die Netzintegration, die saisonale Produktionscharakteristik sowie die Herausforderungen beim Bau und Betrieb auf rund 2’000 Metern über Meer.
Madrisa Solar zählt zu den Pionierprojekten des Solarexpress. Im Endausbau wird die Anlage über eine installierte Leistung von rund 11 MWp verfügen und jährlich etwa 17 GWh erneuerbaren Strom produzieren. Besonders bemerkenswert ist der hohe Winterstromanteil von über 40 Prozent der Jahresproduktion – ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit der Schweiz in den Wintermonaten. Die Anlage umfasst rund 20’000 bifaziale Solarmodule und wird künftig Strom für rund 3’500 Haushalte erzeugen.
Die Besichtigung vor Ort ermöglichte einen praxisnahen Zugang zu einem der aktuell innovativsten Infrastrukturprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Die Teilnehmenden konnten sich direkt von den besonderen Standortvorteilen alpiner Photovoltaikanlagen überzeugen und die Bedeutung solcher Projekte für die zukünftige Energieversorgung einordnen.
Ein besonderes Highlight der Exkursion waren die laufenden Montagearbeiten auf der Baustelle. Die Teilnehmenden konnten live mitverfolgen, wie die vormontierten PV-Tragtische mittels Helikopter präzise an ihren Bestimmungsort transportiert und montiert wurden. Die Geschwindigkeit, Genauigkeit und Effizienz dieser Einsätze beeindruckten die Besucherinnen und Besucher gleichermassen. Was aus Beobachtersicht spektakulär wirkte, verdeutlichte eindrücklich die logistische und organisatorische Meisterleistung, die hinter der Realisierung eines alpinen Solarprojekts dieser Grössenordnung steht. Die perfekte Koordination zwischen Helikoptercrew, Montageteams und Bauleitung zeigte, wie anspruchsvoll die Umsetzung unter alpinen Bedingungen ist.
Der anschliessende Apéro auf dem Berg bot eine ideale Gelegenheit für den fachlichen Austausch und die Vernetzung unter Netzbetreibern, Energieversorgern und Branchenvertretern. Die Diskussionen zeigten deutlich, wie wertvoll der persönliche Dialog zu aktuellen Herausforderungen wie Winterstromversorgung, Netzausbau und Systemintegration ist.
Die erste EVU-Exkursion war ein voller Erfolg. Die durchwegs positive Resonanz bestätigt das grosse Interesse an praxisnahen Informationen und am Austausch innerhalb der Energiebranche. Ein herzlicher Dank gilt EKZ für die Organisation der Besichtigung sowie allen Teilnehmenden für die spannenden Gespräche und den wertvollen Erfahrungsaustausch.
Kennzahlen Madrisa Solar
- Installierte Leistung: rund 11 MWp
- Jahresproduktion: rund 17 GWh
- Winterstromanteil: über 40 %
- Solarmodule: rund 20’000 bifaziale Module
- Stromproduktion für rund 3’500 Haushalte
- Standort: rund 2’000 m ü. M.










