Die neuen regulatorischen Möglichkeiten zur Steuerung von PVA- Einspeisungen zeigen bereits konkrete und wirtschaftlich sehr positive Auswirkungen für Verteilnetzbetreiber. Ein aktuelles Praxisbeispiel verdeutlicht das Potential:

PVA Ausbau Szenario
Netzausbau 1


Spannung und Stromverletzung

 

PVA Ausbau Szenario
70% Einspeisebegrenzung
Netzausbau 2


Keine Strom und Spannungsverletzung

 

PVA Ausbau Szenario
Ohne Netzausbau


Mehrer Strom und Spannungsverletzung

 

Durch die Umsetzung einer rückwirkenden Einspeisebegrenzung gemäss 70%-Regel auf Ebene eines Trafokreises konnte ein kostenintensiver Netzausbau vermieden werden. Ohne diese Massnahme wäre eine Erhöhung der Transformatorenleistung notwendig gewesen, welche zu hohe Investitionskosten von rund CHF 80’000.– geführt hätte.

Die alternative Lösung umfasste die Anpassung der Parametrierung der Wechselrichter bei rund 25 PVA- Anlagen im Teilgebiet. Die Kosten dafür beliefen sich auf lediglich rund CHF 150.– pro Anlage, in Summe ca. CHF 3`500.-. Die Umsetzung erfolgte effizient über Fernwartung, sowie punktuell vor Ort. Zukünftig werden Energiemanagementsysteme (EMS) die Begrenzung automatisch übernehmen durch Preissignale vom Netzbetreiber.

Dieses Beispiel zeigt deutlich: Optimierungen oder intelligente netzdienliche Steuerungsmassnahmen ermöglichen eine optimale Nutzung bestehender Netzkapazitäten und reduzieren Netzkosten erheblich. So können weitere PV- Anlagen in einem quartier integriert werden. Wir von der EVU-Beratung AG helfen Netzbetreiber dabei effiziente Lösungen sowie Anwendung NOVA Prinzip umzusetzen.